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Arsenio Rodríguez
Arsenio Rodríguez
ist eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte der kubanischen
Musik. Er war ein erfahrener Komponist (von ihm stammen mehr
als 200 Songs!), ein guter Tres-Spieler,
Percussionist und Band-Leader. Seine innovativen Ideen veränderten
das Gesicht der lateinamerikanischen Tanzmusik und ermöglichte
es der traditionellen Musik, zur Salsa zu werden.
Viele
sehe ihn als Erfinder des Conjunto
an, einer Orchestrierung, die revolutianär für seine
Zeit war, da man in diesem Orchester auch die Conga
findet, die bis dahin aufgrund ihres afrikanischen Urspungs
ein Tabu gewesen war. Seine Kompositionen, wovon viele in
das Repertoire fast jeden Salsa-Künstlers in Kuba und
New York eingegangen sind, betonen die afro-kubanischen Elemente,
vor allem die kongolesischen Ursprungs.
Rodríguez Vorfahren waren kongolesische Sklaven. Der
Musiker wurde am 30. August 1911 in Guira Guira de Macurije
in der kubanischen Provinz Matanzas geboren. Im Alter von
sieben wurde er von einem Pferd getreten und erblindete daraufhin.
Dies brachte ihm den Namen "El Ciego Maravilloso"
(Der großartige Blinde) ein. Schon als Kind begann er,
verschiedene Instrumente zu erlernen, darunter Afro-Kubanische
Rhythmus-Instrumente, Bass und Tres, eine kubanische Gitarre
mit sechs Saiten. Diese sollte sein Hauptinstrument werden.
In seiner Jugend waren Nene
Malfugas, Isaac Oviedo und Eliseo Sirviera.die wichtigesten Tres-Spieler, die
ihn wohl auch am meisten beeinflusst haben.
Als
Teenager begann er zu komponieren und mit Anfang dreißig
gründete er das Sexteto Boston. 1937 schloss er sich
dem Septeto Bellamar an, das unter der Leitung des Trompeters
José Interain stand. Im gleichen Jahr, wurden zum ersten
Mal fünf seiner Kompositionen veröffentlicht: Miguelito
Valdez sang "Bruca Manigua", "Ven acá,
Tomás", und "Funfuñando" zusammen
mit "Casino de la Playa".
Während dieser Zeit war die Standartbesetzung ein Septeto,
das aus einer Trom-pete, Gitarre, Tres, Bongos,
Bass, Maracas und Claves
bestand. Zwei oder mehr Mitglieder der Band sangen außerdem.
Der Son afrikanischer Abstammung
wurde in dieser Zeit mit dumpferen Tönen versehen. Dies
änderte sich in 40er Jahren von Grund auf. Rodríguez
fügte die Conga, ein Klavier und eine zweite (manchmal
sogar dritte) Trompete zum klassischen Septeto hinzu. Dies
war die Geburtsstunde des "Conjunto".
Der Aufbau des Conjunto revoluzionierte den Son mit dem tiefen Ton der Conga und der
Kraft des Trompeten-Satzes. Zu dieser Zeit führte Rodríguez
auch den Son Montuno
ein, ein Son mit Montuno-Teilen. In diesen Teilen werden improvisierte
Gesänge (Soneos) eingebaut, die von den Lead-Sängern
(Sonero) gesungen wer-den.
Diese erklingen über einem regelmäßigen Chor,
auch die Soli von Trompeten, Tres und Klavier waren sehr häufig.
Rodríguez ist zusammen mit Antonio Arcaño und
Pérez Prado
auch für die Entwicklung des Mambo in dieser Zeit verantwortlich. Eine weitere Innovation ist
die Adaption der Guaguancó-Band
im Conjunto. Guaguancó ist eine afro-kubanische Musik,
die normalerweise nur aus Gesang und Percussion besteht. Rodríguez
nahm einige der formalen und melodischen Elemente und mischte
sie mit dem Son. Diese "Afro-Kubanisierung" des
Son umfasst einige von Rodríguez wichtigsten und anhaltendsten
Beiträgen. Der Conjunto-Aufbau, der Son Montuno und der
Mambo sind drei essentiellen Bestandteile dessen, was heute
als Salsa bezeichnet wird.
Die
40er waren eine entscheidene Phase in Rodríguez Karriere
und in der Geschichte des Son. Viele seiner berühmtesten
Titel wurden in dieser Zeit veröffentlicht, darunter
auch "A Belén le toca ahora", "La Yuca
de Catalina", "Juventud Amaliana" und sein
vielleicht berühmtestes Werk, der Bolero
"La vida es un sueño", das er geschrieben
hatte, nachdem 1947 ein Versuch, sein Augenlicht zurück
zu erhalten, gescheitert war. In den 40ern gab es aber auch
etliche andere Künstler, die sich in der Entwicklung
des Son verdient machten: Doe Sänger Miguelito Cuní,
Marcelino Guerra und René Scull, die Trompeter Féliz
Cahppotin und Chocolate Armenteros, und der Pianist Lilí
Martinez.
1953 ging Rodríguez nach New York und vertraut sein
Orchester dem bisherigen Trompeter Chappotin an, der Band-Leader
wurde und später selbst zur musikalischen Legende wurde.
Titel wie "La Gente del Bronx" und "Como se
goza en el barrio" zeigen Rodríguez' Talent, Songs
über vollkommen alltägliche Dinge zu schreiben.
Seine Popularität in New York war zwar groß, konnte
aber nie so groß werden wie in seiner Heimat. Mitte
der 50er veröffentlichte er das Album "Sabroso y
Caliente", bei dem er zum Conjunto noch Flöte und
Timbales hinzufügte.
Bei "El Ciego Maravilloso" führte er dieses
Experiment noch weiter und fügte manchmal ein oder mehrere
Saxophone zu seiner Band hinzu.
Gegen Ende der 50er nahm Rodríguez "Primitivo"auf.
Es erschien bei Blue Note, "Palo congo" unter der
Leitung des Conguero Sabú Martínez, in dessen
Conjunto Rodríguez' Brüder Quique und César
Rodríguez Mitglied waren. "Palo Congo" sind
Lieder, die ihren Ursprung in der afro-kubanischen Religion
haben. In den frühen 70ern nahm Rodríguez "Quindembo/AfroMagic"
auf, ein innovatives und experimentelles Album, bei dem er
alle Titel schrieb und sang. Rodríguez nannte diesen
Stil, bei dem er Jazz mit Son und afro-kubanischen religiösen
Elementen vermischte "Quindembo", ein kongolesisches
Wort, das eine Mixtur aus vielen verschiedenen Dingen bezeichnet.
In seinen letzten Jahren experimentierte er immer weiter und
entwickelte einen Stil, den er "Swing Son" nannte.
Das letzte seiner Alben war "Arsenio Dice", das
1968 bei Tico veröffentlicht wurde. Am 30. Dezember 1970
starb er in Los Angeles an einer Lungenentzündung. Als
Komponist und experimentierfreudiger Musiker wurde er einer
der "Großen" in der kubanischen Musik. In
den USA hatte er großen Einfluss auf die Salsa-Sezene
der 60er und 70er-Jahre.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1946 |
Dame un Cachito
Pa Huelle |
| 1946 |
Semilla de Cana Brava |
| 1947 |
Los Dicen Todos: La Vida Es
un Sueño |
| 1947 |
Serenede |
| 1948 |
El Cerro, Tiene la Llave,
No Vuelvo a Moron |
| 1948 |
Esa China Tiene Coimbre |
| 1948 |
Rumba Palo Cucuye, Tintoere
Ya Llego |
| 1948 |
Yo No Engaño a Las
Nenas, Tecoloro |
| 1949 |
El Palo Tiene Curey |
| 1950 |
Anabacoa |
| 1951 |
Caminante y Labori, Mira Que
Soy Chambelon |
| 1952 |
Pa Que Gocen, Jaguey |
| 1956 |
Mambo en la Cueva |
| 1957 |
Buenavista en Guaguancó,
Carraguao Alante |
| 1958 |
Tribilin Cantore |
| 1962 |
Son Pachanga |
| 1963 |
La Pachanga |
| 1968 |
Arsenio Dice |
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