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Ignacio
Jacinto Villa war ein Solo-Künstler, der sich in der
Hall of Fame der kubanischen und internationalen Musikszene
unter dem Namen Bola de Nieve verewigt hat. Er wurde am 11.
September 1911 in Guanabacoa, einem Stadtteil Havannas, geboren.
Seine Großtante sorgte dafür, dass er an der städtischen
Akademie eingeschrieben wurde. Ihr Name war Mamaquina. Sie
sorgte sich immer darum, das ihr Großneffe Künstler
wurde, genauso wie sie es vorhergesehen hatte. Dank ihres
Engagements bekam Nieve zunächst Unterricht in einer
kleinen Privatschule und begann im Alter von zwölf Jahren auf
Drängen Mamaquinas Musiktheorie zu lernen.
Nach
Aussagen seiner Zeitgenossen bekam er seinen Künstlernamenvon Rita Montaner als er einen gemeinsamen Auftritt mit ihr
im Sevilla Hotel in Havanna (1930 oder 1931) hatte. Sie kam
auf diesen Namen als Bola de Nieve sie bei El Manisero und
Siboney auf dem Klavier begleitete.
Bola
de Nieve erfand keinen neuen Stil, er selbst wurde zu einem. Er verschmolz
die verschiedenen Stile, die ihm im Blut zu liegen schienen,
zu einem. Seine Stimme, seine Art Klavier zu spielen, seine
theatralischen Gesten und seine Art zu singen, wobei er sowohl
eigene Songs als auch die anderer Musiker sang, sorgten dafür,
dass er in keine Schublade passte. Er erhielt ein einzigartiges
Etikett.
Nach
seinem Debut in Mexiko in den 30er Jahren zeigte er der Welt,
was er zu bieten hatte. Er hatte den Respekt vieler Musiker,
darunter auch Edith Piafs, die sehr beein-druckt von ihm war,
da außer ihm und Andrés Segovia niemand ihr Lied
"La vie en Rose" singen konnte. Er starb am 2. Oktober 1971
in Mexiko, als er sich gerade auf dem Weg nach Lima befand, wo
er eine Ehrung von Chabuca Granda erhalten sollte.