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Fania All-Stars
Die
Fania All-Stars waren das musikalische Aushängeschild
von Fania Records. Sie machten die New York Salsa durch Konzerte
in immer größeren Hallen berühmt, sie spielten
unter anderem im Red Gartner im Greenwich Village und im Yankee
Stadion in der Bronx. Einige der größten Stars
in der Latin-Szene waren Mitglied dieser Band, wie Ray
Barreto, Willie Colon,
Johnny Pacheco,
Rubén Blades,
Héctor Lavoe,
Ismael Miranda, Cheo
Feliciano, Bobby Cru, Pete "El Conde" Rodríguez.
Dazu kamen Gaststars wie Tito
Puente, Celia Cruz
und Eddie Palmieri.
Fania Records wurde
im März 1964 von Johnny Pacheco und seinem Anwalt Jerry
Masucci gegründet. Ursprünglich war es ein kleines
Independent Label, dessen Aufnahmen mit Pachecos Wagen zu
den lokalen Plattenläden gebracht wurden. Ab 1967 zahlte
Masuccis Management Dividenden. Die Aufnahmen von Ray Barreto,
Willie Colón, Joe
Bataan und Pacheco selbst wurden immer beliebter in der
New Yorker Salsa-Szene und schließlich veranstaltete
Masucci eine Jam Session im Red Garter.
Das erste Album der Fania All-Stars, "Live at the Red
Garter" wurde in dieser Nacht mitgeschnitten. Dabei waren
die Gaststars Tito Puente und Eddie Palmieri. Außerhalb
New York wurden allerdings kaum CDs des Labels verkauft. Um
die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben organisierte
Masucci eine weitere Live-Shoe, die dieses Mal gefilmt wurde.
Nachdem Verhandlungen mit Fillmore East End gescheitert waren
traten die All-Stars am 26. April 1971 im Cheetah im Zentrum
Manhattans auf.
Der Film war der zündende Funke, den die Salsa-Szene
gebraucht hatte. 1974 reisten die All-Stars nach Zaire wo
sie ihren Auftritt vor "Rumble in the Jungle" hatten,
dem bekannten Kampf zwischen den Schwergewichtlern Muhammad
Ali und George Foreman. Ein weiterer Auftritt im Yankee Stadion
1975 wurde ebenfalls gefilmt und aufgezeichnet, woraus zwei
weitere Platten und der Film "Salsa" entstanden,
der 1976 von Columbia Pictures veröffentlicht wurde.
Im gleichen Jahr machten die All-Stars ihre erste Studio-Aufnahme,
"A Tribute to Tito Rodríguez". Dies war der
Anfang ihres Vertrages mit Columbia, für die sie insgesamt
vier Aufnahmen machten. Leider ging die Flexibilität
und Improvisation ihrer Live-Auftritte verloren, als die Aufnahmen
durch Produzenten und Ton-Techniker perfek-tioniert wurden
und auch zugunsten hochprofilierter Gast-Stars wie Bob James,
David Sanborn, Maynard Ferguson und Hubert Laws.
Aufnahmen
wie das Album Rhythm Machine von 1977 gefielen zwar auch Konsumenten,
die sich normalerweise nicht für Salsa interessierten.
Allerdings machten die All-Stars den Fehler, es sich mit ihren
ursprünglichen Fans zu verscherzen. Ende der 80er-Jahre
begannen ihre Verkaufszahlen zu sinken. Dies lag auch an den
Latinos, die sich vom traditionellen Salsa abwandten und sich
mehr für den neu aufkommenden dominikanischen Merengue
interessierten.
Die Fania All-Stars machten insgesamt acht Studio-Aufnahmen
in den 80er Jahren, wobei sie sich vom Sound der 70er entfernten
und sich einem lebhafteren Latin Jazz zuwandten. 1994 feierte
die Gruppe den dreißigsten Geburtstag des Fania Labels
mit einem Konzert in San Juan, Miami und New York. Sie waren
auch über die gesamten 90er Jahre immer wieder auf der
Bühne zu sehen.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1968 |
Live at the Red
Garter, Vol. 1 y 2 |
| 1972 |
Our Latin Thing
(Nuestra Cosa Latina) |
| 1974 |
Latin-Soul-Rock |
| 1975 |
Salsa |
| 1976 |
Delicate and Jumpy |
| 1976 |
A Tribute to Tito
Rodríguez |
| 1977 |
Rhythm Machine |
| 1978 |
Spanish Fever |
| 1979 |
Habana Jam |
| 1980 |
Commitment |
| 1981 |
Social Change |
| 1984 |
Lo Que Pide La
Gente |
| 1997 |
Bravo 97 |
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