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Ismael Rivera

Ismael Rivera wurde am 5. Oktober 1931 in Santuce, Puerto Rico, geboren. Schon als Kind war er diversen Einflüssen ausgesetzt, die seine musikalische Karriere schon vorherbestimmten. Vor allem seine Mutter Margarita weckte und pflegte seine Liebe zur Musik. Doch auch sein Freund im Kindesalter, Rafael Cortijo, gab ihm wichtige Impulse und eine Richtung, sowie eine gewisse Disziplin, die ihn dazu brachten, seinen eigenen Gesangs-Stil zu entwickeln. Die Verbindung zwischen den beiden führte schließlich zu "Calle Cama". Nach Puerto Rico erreichte ihre Musik die ganze Welt und verewigte ihre Namen in der Geschichte der lateinamerikanischen Musik und der Salsa.

1954 nahmen Rivera und Cortijo ihren ersten gemeinsamen Hit auf, "El Bombón de Elena". Mitte der 50er machten sich "Cortijo and his combo", mit Rivera als Sänger, auf, um den gesamten karibischen Raum zu erobern. Am Ende des Jahrzehnts besuchten sie zum ersten Mal New York und sie verstanden es schnell, sich einen Namen in der wachsenden Latin-Szene Manhattans zu machen. Der Grund ihrer Popularität ist in ihrem Rhythmus und ihrer Fähigkeit, gleichzeitig großartige Musik zu machen und dabei mit ihren Tainzeinlagen zu unterhalten, zu finden.

Das einzige, was 'Cortijo and his combo' von allen anderen Latin-Künstlern merklich abhob war Riveras Stimme. Ein wichtiger Bestandteil der Puerto Ricanischen Bomba und Plena ist der Gesang. Mit seiner rhythmischen aber auch spontanen Stimme wurde Rivera zum Meister des kubanischen Son. Er war Sänger beim Titel "El Sonero Mayor" von keinem geringeren als Beny Moré, dem legendären kubanischen Sänger.
Bei diesem Song erkennt man nicht nur sein großes Talent sondern auch die Entwicklung, die die Latein-amerikanische Musik in dieser Zeit durchmachte: sie mischte sich mit allen erdenklichen Stilen und wurde zur Salsa.

Rivera schaffte es, eine Mischung aus Bomba und Plena wiederzubeleben und sie mit dem Gesangs-Stil des kubanischen Son zu vermischen.


Nach dem erfolgreichen Trip in die USA verlor Cortijo jedoch seinen Sänger. Rivera wurde zu fünf Jahren Gefängnis wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt. Später sang er ein Lied über seine Erfahrungen im Gefängnis, das den Titel "Las Tumbas" (die Gräber) trägt. Er bezieht sich damit auf das Kentucky Prison, in dem es mehrere unterirdische Stockwerke gibt.

Nach vier Jahren wollte Rivera wieder mit Cortijo auftreten, aber die Clubs wollten die Musiker nicht buchen, deren Vergangenheit sie nicht vergessen konnten. Die beiden Freunde waren gezwungen, getrennte Wege zu gehen. "El Sonero Mayor" ließ sich davon nicht beirren und machte weiter Aufnahmen mit seiner eigenen Band, Los Cachimbos, darunter sind die besten, die er jemals gemacht hat. Er schaffte es, zu zeigen, dass seine Fähigkeiten besser waren, als je zuvor. In den 70ern galt er als Legende einer anderen Zeit und half einigen jungen Musikern, in der Musikszene Fuß zu fassen, darunter Ismael Miranda und Rubén Blades.

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Ismael Rivera

Jahr
Album
1965 ¡Bienvenido!
1968 De Colores
1971 Lo Último en La Avenida
1972 Esto Fue Lo Que Trajo El Barco
1974 Traigo de Todo
1978 Esto Sí Es Lo Mío
1991 La Leyenda Continua
1993 Fiesta Boricua
1995 Ismael Y Cortijo