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Juan Luis Guerra
Juan
Luis Guerra und seine Band 440 sind ein Teil der Welle von
Künstlern, die maßgeblich daran beiteiligt waren,
dass die lateinamerikanische Musik wiederbelebt wurde. Das
Interesse an dieser Musik hatte in den 80ern merklich abgenommen,
was daran lag, dass das Publikum sich daran sattgehört
hatte und es kaum neue Ideen gab. Guerra ist der Sohn eines
professionellen Basketballspielers. Er wuchs fast Tür
an Tür mit der National Music Gallery auf. In seiner
Jugend wurde er vor allem von der Musik der Beatles und von
der Hippie-Musik beeinflusst.
Zunächst
lernte er nur die Basis-Griffe auf der Gitarre, als er allerdings
einen Wettbewerb gewann, konnte er dank eines Stipendiums
am Nationalen Konservatorium weiter lernen. Einer seiner Lehrer
dort verhalf ihm zu einem Platz am angesehenen Berklee College
of Music in Massachusetts. Zudem erweckte er sein Interesse
an den verschiedensten Arten des Jazz. Rechtzeitig erkannte
er, dass er seine dominikanischen Wurzeln nicht vernachlässigen
durfte und begann zu experimentieren indem er die traditionelle
Musik mit modernen und afrikanischen Elemten mischte, dazu
kamen Folk und Jazz. Bei diesen Experimenten war ihm seine
Band 440 behilflich. Den Namen hat sie vom Kammerton a, dessen
Frequenz bei 440 Hertz liegt.
Sein Debut-Album "Soplando" fand nicht viel Beachtung.
Bei den nächsten Versuchen "Mudanza y Acarreo"
und "Mientras más lo pienso tú" mischten
Guerra und 440 Merengue
und blitzschnelle Riffs von "perico ripiao" und
plötzlich fanden sie Anklang, vor allem bei jüngeren
Höhrern, die genug von der traditionellen Musik hatten.
Diese neue Musik, die Bachata-Merengue genannt wurde, erhielt vor allem in der Dominikanischen Republik
begeisterten Anklang.
Die Band wurde von der Regierung ausgewählt um das Land
beim International Music Festival von OTI, der ibo-amerikanischen
Fernseh-Organisation, zu vertreten. 1988 veröffentlichte
440 einen ihrer größten Hits, "Ojalá
que llueva café". Der Song schaffte es auf Platz
3 der südamerikanischen Charts. Im gleichen Jahr stieg
der Sänger Maridalia Hernàndez aus, da er seine
Solo-Karriere in Europa fortführen wollte. So wurde Guerra
der Lead-Sänger.
1991 veröffentlichte er Bachta Rosa. Der Titel wurde
ein Smash-Hit in ganz Amerika und bescherte Guerra seinen
ersten Grammy. Das Album war beonders in Los Angeles beliebt.
Aufgrund des gigantischen Erfolges gingen Guerra und 440 auf
Tournee. Das nächste Album "Areito" führte
in der Dominikanischen Republik zu großen Meinungsverschiedenheiten.
In den Texten wandte Guerra sich gegen die soziale Ungerechtigkeit,
die ihren Ursprung in der unglaublichen Armut hat, obwohl
er diese selber nie erfahren hat.
1995 wechselte Guerra die musikalische Richtung für sein
Album "Fogoraté". Dieses Album enthält
mehr traditionell afrikanische Elemente, die zu dieser Zeit
populärer wurden. Für sein 1998 veröffentlichtes
Album "Ni es lo mismo ni es igual" gewann 2000 drei
Latin Grammy Awards für die beste Merengue-Performance,
den besten lateinamerikanischen Song ("El Niágara
en bicicleta") und für das am besten abgemischte
Album.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1987 |
Mientras Mas Lo
Pienso |
| 1990 |
Bachata Rosa |
| 1992 |
Areito |
| 1994 |
Fogaraté |
| 1998 |
Ni Es Lo Mismo
Ni Es Igual |
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