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Mongo Santamaría
Ein
Konzert von Mongo Santamaría war immer eine hypnotisierende,
fesselnde Show. Das lag nicht nur an der Musik und den visuellen
Effekten sondern auch daran, dass der kubanische Percussionist
und Band-Leader selbst im Alter von siebzig Jahren noch in
der Lage war, selbst große Hallen und Stadien wie das
Hollywood Bowl mit seiner Energie auszufüllen.
Als
meisterhafter Conguero kreierte Santamaría eine Show,
die ihre Wurzeln in den religiösen Ritualen Kubas hatte.
Mit seinen Conga-Soli
spielte und dominierte er den Rhythmus, während seine
Band spielte. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist
die fesselnde Aufnahme von "Mazacote". Er war ein
sehr einflussreicher Band-Leader. Viele verschiedene Bands
standen unter seiner Leitung, die eine beachtliche Zeit an
der Spitze der Musikszene standen. Er kombinierte traditionellen
Charanga mit jazzigen
Soli für Blasinstrumente und Klavier, bei denen vor allem
die Musiker Chick Corea und Hubert Laws hervorzuheben sind.
Er verwendete auch Elemente aus R&B, Rock und elektronischem
Jazz, wenn auch nur über einen begrenzten Zeitraum.
Ramón
"Mongo" Santamaría spielte ursprünglich
Geige, bis er zu den Trommeln wechselte. Er verließ
die Schule um professioneller Musiker zu werden. Er hatte
Auftritte im Tropicana Club in Havanna und tourte 1948 mit
einem conjunto, das
sich auf Tanzmusik spezialisiert hatte, durch Mexiko. 1950
zog er nach New York, wo er sein amerikanisches Debut mit
Pérez Prado
gab, aber auch mit Tito
Puente spielte und zwischen 1957 und 1960 verschiedene
Auftritte und Aufnahmen mit Cal
Tjader absolvierte.
Mongos
erstes wichtiges Album in den USA nahm er 1958 für Fantasy
auf, sein zweites Album bei diesem Label erschien 1959 unter
dem Titel "Mongo" und enthält einen Track mit
dem Namen "Afro-Blue", der schnell zu einem Standard
für Latin-Jazz Musiker wurde und unter anderem von John
Coltrane und Dizzy Gillespie gecovert wurde.
Santamarías Einstieg in das ganz große Geschäft
kann man als Ergebnis einer Nacht in einem Club in der Bronx
1962 sehen. Den Erzählungen nach waren nur drei Zuschauer
im Publikum, deshalb entschlossen sich die Musiker, da nicht
viel schief gehen konnte, einige ihrer neusten Kompostitionen
zum Besten zu geben. Der Pianist Herbie Hancock spielte seinen
neuen Blues "Watermelon Man", der zum festen Bestandteil
im Repertoire der Band wurde. Als der Produzent Orrin Keepnewz
den Titel hörte, lud er die Band in ein Tonstudio ein
und nahm die Single mit ihnen auf. Damit schaffte es Mongo
1963 bis auf Platz 10 der Pop-Charts.
Der Erfolg der Band, der wohl aus dem Mix von Jazz, R&B
und Latin in "Watermelon Man" kam führte dazu,
dass Mongo einen Vertrag bei Columbia erhielt, der zu einer
ganzen Reihe von Aufnahmen in den Jahren 1965-1970 führte.
Der Klang des Blechblas-Satzes vebesserte sich noch durch
den Trompeter Marty Sheller, der vor allem Versionen von Hits
seiner Zeit spielte. So reflektierte die Band perfekt den
Go-Go-Style der 60er und auch in den 70er-Jahren mischte Mongo
noch verschiedenste Stile zu neuen Hits zusammen.
Danach besann sich Santamaría wieder mehr auf seine
kubansichen Wurzeln und nahm etliche Platten für Vaya
auf. Er gründete eine Band mit Gillespie und Toots Thielemanns
um 1980 ein Konzert in Montreaux zu geben. Sie nahmen zwischen
1987 und 1990 zusammen auch einige Platten für Concord
Picante auf auf und 1993 eine für Chesky. 1995 kehrte
er zu Fantasy zurück, als er eine Aufnahme für die
Tochtergesellschaft des Labels, Milestone machte. Am 1. Februar
2003 erlag er im Miami's Baptist Hospital den Folgen eines
Schlaganfalls.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1958 |
Afro-Roots |
| 1959 |
¡Sabroso! |
| 1962 |
WaterMelón
Man |
| 1963 |
Mongo at the Village
Gate |
| 1964 |
El Bravo! |
| 1971 |
Mongo at Montreux |
| 1978 |
Bomboro, Asiha,
Guajiro, Nada Mas |
| 1987 |
Salazar, Mayeya,
Smooth Operator |
| 1988 |
Soca Me Nice |
| 1990 |
Live at Jazz Alley |
| 1995 |
Mongo Returns |
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