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Ruben Blades

Rubén Blades ist einer der erfolgreichsten Sänger in der Geschichte Panamas. Er fing an als Mitglied verschiedener Bands, die von Ray Baretto und Willie Colón geleitet wurden. Seitdem veränderte er die Salsa sowohl mit seinen anspruchsvollen und politischen Texten als auch mit modernen Arrangements, bei denen er die Blas-instrumente und Percussions durch Synthesizer und Schlagzeug ersetzte. Er gab der zentralamerikanischen Mittelschicht eine Stimme und wird häufig als der Bruce Springsteen Lateinamerikas bezeichnet.


Er wuchs in Panama-City in einem Mittelklasse-Viertel auf. Sein musikalisches Talent erbte er von seien Eltern. Seine Mutter Anoland, die aus Kuba ausgewandert war, spielte Klavier und sang, sein Vater Rubén , ein Polizist, spielte Bongo. Ruben wurde inspiriert von Frankie Lymon und doo-wop. Er begann noch jung damit, nordamerikanische Pop- und Rocksongs zu singen. 1963 wurde er Lead-Singer bei den "Saints", einer Band die von seinem älteren Bruder Luis gegründet worden war. Die politischen Konflikte Mitte der 60er in Kuba hatten einen großen Einfluss auf Rubén. Er wurde sich seiner Wurzeln bewusst und sang nur noch in Spanisch.


Während er an der University of Panama Jura studierte beschäftigte er sich weiter mit der Musik, spielte auch mit Conjunto Latino y Los Salvajes del ritmo. 1968 nahm er zusammen mit Bush y los Magnificos ein Album auf, das Joe Cuba so sehr begeisterte, dass er Blades in seiner Band haben wollte. Dieser lehnte jedoch ab, da er zuerst sein Studium beenden wollte.


Die Regierung von Panama schloss die Universität ein Jahr später. Blades reiste zum ersten Mal in die USA. Dort nahm er das Album "De Panamá an New York" zusammen mit Pete Rodríguez auf. Kurz nach der Veröffentlichung des Albums wurde die Universität wieder eröffnet und Blade nahm sein Studium wieder auf. Obwohl er eine Stelle als Anwalt für die Banco de Panamá angenommen hatte, reiste er nach dem Studium wieder in die USA um seine Eltern zu besuchen, die 1974 nach Miami ausgewandert waren.

In den USA reiste er auch nach New York und nahm dort eine Stelle bei einem Fania an, einem Label, das sich auf lateinamerikanische Musik spezialisiert hatte. Ein Jahr später übernahm er die Stelle von Tito Allen, der bis dahin der Sänger in der Band von Ray Baretto. Später verließ Baretto die Band um eine neue zu gründe. Blades übernahm die Leitung und nannte sie "Guarare"

1975 komponierte und sang den Titel "Canto Abacua" von Barreto. Daraufhin wurde er vom "Latin New York" zum Komponisten des Jahres ernannt. Blades wirkte auch bei der Band Willie Colón mit, mit dem er danach sechs Jahre zusammen arbeitete. Sein größter Erfolg war das Album "Siembra", von dem drei Millionen Exemplare verkauft wurden. Auf diesem Album befindet sich auch die Single "Pedro Navaja", der meistverkaufte Titel in der Geschichte des Salsa.

1980 wurde sein Song "Tiburón" (Hai), in dem er sich gegen die Intervention der USA in der Karibik richtet, in Miami nicht mehr gesendet. 1982 gründete Blades eine neue Band, "Seis de Solar", die eine Mischung aus Latino, Rock, Reggae und karibischen Elementen spielte. Sein Debut-Album "Buscando América" (Suche nach Amerika) wurde 1983 veröffentlicht. Ein Jahr später schrieb er sich in Harvard ein um dort einen weiteren Abschluss in internationalem Recht zu machen.

 

Seit den frühen 80er-Jahren komponierte er und machte die Musik für einige Kinofilme, darunter "The last fight", "Crossover Dreams", "Critical Condition"; Dead Man Out", "Disorganized Crime", "The Lemon Sisters"; "The Two Jakes", "Predator 2", "Un hombre en guerra", Josephine Baker", "A Million to Juan"; "Scorpion Spring and The Devil's Own". In Paul Simons Broadway Musical "The Capeman" teilte er sich die Hauptrolle mit Marc Anthony.

Heute lebt Blades mit seiner Frau, der Schauspielerin Lisa Lebenzon in Kalifornien und ist immer noch politisch aktiv. Er hat eine neue Partei in Panama gegründet, war Kandidat bei der Präsidentschaftswahl 1994 in Panama und wurde dabei zweiter. Die meisten Titel Blades sind spanisch, nur das Album "Nothing but the Truth", das er 1988 aufnahm ist Englisch. Auf diesem Album findet man Songs von Lou Reed, Elvis Costello und Sting.

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Rubén Blades

Jahr
Album
1979 Bohemio y Poeta
1984 Buscando América
1985 Escenas
1986 Agua de Luna
1988 Nothing But the Truth
1988 Antecedente
1990 Rubén Blades y Son del Solar
1991 Caminando
1992 Doble Filo
1992 Amor Y Control
1996 Rosa de Los Vientos
1999 Tiempos
2000 From Panama
2001 Sembra Y Otros Favoritos
2002 Salsa Caliente de Nu York
2002 Mundo
2003 Una Década