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Tito Puente
Dank
seinem aufregenden und auffälligem Verhalten auf der
Bühne, seiner Langlebigkeit, seiner häufigen Touren
und seinem ebenso häufigen Erscheinen in den Medien ist
Puente heute wahrscheinlich der beliebteste Latin-Jazz Interpret.
Darüber hinaus schaffte er es, seine Musik über
die Jahrzehnte hinweg bemerkenswert aktuell zu halten. Er
beherrscht die Timbales
virtuos und kombiniert seine Kontrolle über alle rhythmischen
Schattierungen mit seiner Art eines altmodischen Entertainers.Der
Glanz in seinen Augen während eines dynamischen Solos
ist nur ein Leckerbissen, den er Latin-Jazz Fans liefert.
Er
ist ein erfahrener Musiker, ein großartiger und gefühlvoller
Vibraphonist, ein talentierter Pianist und beherrscht auch
die Congas, Bongos
und das Saxophon. Sein Charme erreicht alle Altersgruppen
und Ethnien, wozu zweifellos auch sein Versionen von Santanas
Bestsellern "Oye como va" und "Para los Rumberos"
in den Jahren 1970/71 beitrugen sowie sein Auftritt in der
"Bill Cosby Show" in den 80ern und seine Rolle im
Film "Los Reyes del Mambo" 1992.
Seine
klassische Salsa hat nicht immer ein dunkleres Unter-Thema
und ist immer voll von freudiger Party-Atmosphäre, freudig
und zwingt einen fast zum Tanzen. Er ist Puerto Ricanischer
Abstammung, er wurde jedoch in Harlem geboren. Er wollte eigentlich
Tänzer werden, eine gerissene Sehne am Fußgelenk
setzte dieser Karriere allerdings bald ein Ende. Mit 13 begann
er die Zusammenarbeit mit Ramón Olivieros Big Band
als Schlagzeuger. Später studierter er Komposition, Orchestrierung
und Klavier an der Julliard-Schule und an der New York School
of Music.
Wichitger
war jedoch die Tatsache, dass er mit Machito
spielte und stark von ihm beeinflusst wurde. Machito kombinierte
erfolgreich Latin mit Jazz. 1947 gründete Puente eine
Band mit neun Musikern, die er Piccadilly Boys nannte. Zwei
Jahre später erweiterte er diese Band zu einem kompletten
Orchester. Mit ihnen machte er Auf-nahmen für Seeco,
Tico und auch RCA Victor. Dadurch trug er erheblich dazu bei,
dass das Interesse am Mambo
wiederbelebt wurde. Dies brachte ihm den inoffiziellen aber
lebenslangen Beinamen "Rey del Mambo" (König
des Mambo) oder auch einfach nur "El Rey" (der König)
ein.
Während
der 50er machte er auch den Cha-cha-cha
wieder populär. Er war der einzige Nicht-Kubaner, der
1952 zu der Veranstaltung "50 Jahre kubanische Musik"
eingeladen wurde, die von der Regierung gesponsert wurde.
Einige der größten Musiker, die in den 50ern mit
Puentes Band zusammen spielten waren Mongo
Santamaría, Willie
Bobo, Johnny Pacheco
und Ray Barreto.
Puente
wollte sich nicht in eine enge Nische des Latin quetschen
lassen und erweiterte sein Repertoire um Big Band Jazz ("Puente
goes Jazz"). In den 60ern versuchte er sich an Bossa
Nova, Broadway-Hits, Boogaloos
und Pop. Jahre später versuchte er, zu traditionellerer
Musik, zur Salsa, zurückzukehren. Ab 1982 veröf-fentlichte
er mehrere Latin-Jazz Alben mit Oktetten oder Big Bands für
Concord Picante, was ihm mehr Ruhm und Respekt in der Welt
des Latin-Jazz gab, als er jemals zuvor gehabt hatte.
Puente war ein häufiger und gern gesehener Gast in Studios.
1991 feierte er mit "The Mambo King" seine 1000.
Aufnahme mit viel Aufsehen und Feiern: Im März 1992 gab
es ein Konzert im Universal Amphitheatre in Los Angeles, an
dem alle Größen der lateinamerikanischen Musik
teilnahmen und das als Meilenstein in die Geschichte der Musik
einging. Über die ganzen 90er-Jahre erweiterte er seine
Erfolgsliste um wei-tere Titel. Er war auch Gastsänger
bei verschiedenen anderen Künstlern, mit denen er zahllose
Aufnahmen machte, und auch auf seinen Alben sind zalhreiche
andere Größen des Jazz zu hören, darunter
Phil Woods, George Shearing, James Moody, Dave Valentin und
Ferry Gibas
Er
starb am 1. Juni 2000, einige Monate nachdem er seinen fünften
Grammy erhalten hatte. Einige Zeit später wurde er bei
den Latin Grammy Awards ausgezeichnet. Dort erhielt er den
Preis für den besten traditionellen lateinamerikanischen
Titel, Mambo Birdland.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1955 |
Cuban Carnival |
| 1957 |
Top Percussion |
| 1957 |
Night Beat |
| 1958 |
Dance Mania |
| 1958 |
New Cha Cha/Mambo Herd |
| 1958 |
Dance Mania |
| 1959 |
Puente in Love |
| 1961 |
Dance Mania |
| 1963 |
El Rey Bravo |
| 1963 |
In Puerto Rico |
| 1966 |
Carnaval en Harlem |
| 1972 |
Para Los Rumberos |
| 1976 |
Los Originales |
| 1978 |
La Pareja: The Couple |
| 1979 |
Homenaje a Beny |
| 1982 |
On Broadway |
| 1985 |
Mambo Diablo |
| 1987 |
Un Poco Loco |
| 1987 |
Sensación |
| 1988 |
Salsa Meets Jazz |
| 1989 |
Goza Me Timbal |
| 1990 |
Out of This World |
| 1991 |
Mambo of the Times |
| 1991 |
The Mambo King: His 100th
Album |
| 1992 |
Live at the Village Gate |
| 1993 |
Royal 'T' |
| 1993 |
Master Timbalero |
| 1993 |
Tito Puente & His Latin
Jazz All Stars |
| 1993 |
In Session |
| 1995 |
Jazzin' |
| 1996 |
Special Delivery |
| 1999 |
Mambo Birdland |
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