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Willie Colón
Willie
Colón war als Posaunist, Komponist und Band-Leader
einer der musikalischen Pioniere Lateinamerikas. Trotz der
anfänglich kritischen Stimmen über sein Album "El
Malo" wurde es bekannt als eines der ersten Alben, die
den New York Sound hatten und das Interesse an lateinamerikanischer
Musik wiederbelebte.
"The
Boston Globe" war voll des Lobes für Colón
und schrieb in einer seiner Ausgaben "Er benutzt Posaunen
als tragendes Instrument (nicht Trompeten und Flöten
wie sonst in kubanischen Bands üblich), mischte Jazz,
typische Jazz Soli und Harmonien. Zusammen mit dem Pianisten
und Bandleader Eddi
Palmieri hat er den Sound der Salsa definiert". Colón
arbeitete mit verschiedenen bedeutenden Musikern zusammen
wie dem Latin-Jazz-Musiker Rubén
Blades, der 1975 in Colóns Band spielte. Er produzierte
einige Alben für Celia
Cruz wie "Only they could have done this album (1977)
und auch das sehr erfolgreiche Album "Celia y Willi"
1981.
Colón produzierte
auch Alben für Ismael
Miranda, Sophy, Soledad Bravo und später auch für
Héctor Lavoe,
der in den frühen 70er-Jahren in seiner Band gesungen
hatte. Inspiriert durch die Musik verschiedenster Kulturen arbeitete Colón mit Musiker wie Puerto Ricanschen Cuatro
Bands, Yomo Toro und David Byrne. Colóns Komposition
"Che Che Coli", eine Adapation eines Kinderliedes
aus Ghana, wurde von Ntozake Shange in seiner Musical Comedy
"For Colored Girls Who Have Considered Suicide When the
Rainbow is Enuf" verarbeitet. Neben 11 Grammy-Nominierungen
und einem Grammy erhielt Colón den CHUBB-Award der
Yale Universität, den höchsten Preis den die Ivy
League vergibt. Außerdem war er im amerikanischen Kongress,
wo er 1992 den 17. District von New York vertrat.
Er hatte mit zwölf Jahren angefangen Trompete zu spielen,
wechselte aber zwei Jahre später zur Posaune. Seine erste
Aufnahme machte er 1967 für das Label Futura de Al Santiago,
das unglücklicherweise aber in diesem Jahr Bankrott ging
und schließen musste. Colón war wesentlich erfolgreicher
mit dem Label Fania unter der Leitung von Johnny
Pacheco. Beim ersten Studiotermin fiel der Sänger
aus, so dass Héctor Lavoe als Ersatz geholt wurde.
Diese
Zusammenarbeit erwies sich als sehr fruchtbar, denn zwei Songs
aus dem Album "El Malo", "Jazzy" und "I
wish I had a waterlemon", wurden Hits. So wurde Lavoe
zu einem ständigen Mitglied in Colóns Band, bis
er Mitte der 70er-Jahre wegen seiner stärker werdenden
Drogensucht unzuverlässig wurde und Konzerte vergaß
oder zu spät kam. Obwohl seine Mitgliedschaft in der
Band 1975 offiziell beendet wurde, arbeitete Colón
weiterhin mit ihm zusammen. Lavoes letztes Album, das 1987
erschienene "Strikes Back" wurde von Colón
produziert.
1975 brachte Colón
sein Wissen über Musiktheorie, seine Erfahrungen mit
Orches-tern und Komponieren zusammen und wurde Dirigent der
Latin Jazz All Stars. 1978 wurde er in einer Leserumfrage
des New York Magazine zum Musiker, Produzenten und Posaunisten
des Jahres ernannt. Drei Jahre später erhielt er einen
Preis als Musiker des Jahres und sein Album "Fantasmas"
wurde zum Album des Jahres ernannt.
Obwohl sich Colón und Blades bereits 1969 Backstage
bei einem Konzert getroffen hatten, arbeiteten sie zunächst
nicht zusammen. Erst als Colón an "The Good -
The Bad - The Ugly" arbeitete bat er Blades "El
Cazanguero" zu singen, das die Erfah-rungen reflektiert,
die Blades als Jura-Student gemacht hatte, als er in einem
Gefägnis in Panama arbeitete. Die Session verlief so
gut, dass Blades Lavoes Platz in Colóns Band einnahm.
Das
Album "Siembra" war das meistverkaufte, dass jemals
bei Fania produziert worden war. Trotz seinem Erfolg verklagte
Colón Jerry Masucci wegen Streitigkeiten um Geld. Colón
nahm die Solo-Alben "Baguine de Angelitos Negros"
(1977) und "Solo" (1979) auf, während Blades
sich 1980 mit "Maestra Vida" versuchte. Doch sie
kamen nicht an den Erfolg heran, den sie zusammen erzielt
hatten. 1981 taten sie sich daraufhin wieder zusammen und
Blades sang mit Colón zusammen auf "Fantasmas"
Im darauffolgenden Jahr produzierten sie wieder ein gemeinsames
Album, 'Canciones del Solar de Los Aburridos", das die
Titel "Tiburón", "Ligia Elena"
und "Te están buscando" enthält.Für
dieses Album erhielten sie einen Grammy. Sie arbeiteten weiter
zusammen, bis sie sich bei der Arbeit an dem Film "The
Last Fight" zerstritten. Sie verziehen sich nicht bis
zu einer Reunion bei einem Konzert im Hiram Bithorn in San
Juan im März 1992.
Gegen
Ende der 80er-Jahre gründete Colón eine neue Band,
die "Legal Aliens" mit jüngeren Musikern. Nachdem
er einen Vertrag bei Sony unterschrieben hatte nahm er mit
dieser Band 1990 "American Color" auf, dem im folgenden
Jahr "Honra y Cultura" folgte. Zwei Jahre später
machte er sich an "Hecho en Puerto Rico", das er
mit einer Multi-Star Band aufnahm, darunter ehemalige Mitglieder
von Fania All Stars,
Papo Lucca und Bobby
Valentín.
« weitere Musiker
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Jahr |
Album |
| 1971 |
Cosa Nuestra |
| 1976 |
The Big Break-La Gran Fuga |
| 1976 |
The Good-The Bad-The Ugly |
| 1976 |
Metiendo Mano |
| 1978 |
Siembra |
| 1979 |
Solo |
| 1980 |
Doble Energia |
| 1982 |
The Last Fight |
| 1989 |
Altos Secretos (Top Secrets) |
| 1994 |
Singers of the Cibao |
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