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Rumba

Man nimmt an, dass der Rumba von einer Art des Flamenco stammt, der von den Spaniern nach Kuba gebracht wurde und dort mit den Rhythmen der afrikanischen Sklaven in Kontakt kam. Der Name Rumba stammt aus dem spanischen und bezeichnete ursprünglich keinen Tanz sondern eine Frau die einen recht lockeren Lebensstil pflegte. So erhielt der Rumba von Anfang ein frivoles und vorurteilsbelastetes Etikett. Zunächst wurde der Begriff als Synonym für öffentliche Feiern verwendet, wie auch für die Musik die dort gesungen und gespielt wurde sowie für die zugehörigen Tänze. Die Son-Bands übernahmen einige Elemente dieser Musik, schufen aus ihnen konkretere Strukturen. Diese Musik wurde dann als Rumba bezeichnet. Zum Rumba gehören auch der Guaguanco und der bekannte Conga.

 

In Kuba werden zahlreiche Tänze als Rumba bezeichnet. Sie werden in drei Untergruppen un-terteilt: Den Yambú, den Columbia und den Guaguanco. Der bekannteste ist der letzte, der spanische Elemente übernommen hat, wie das Rumbera Kostüm und das Taschentuch.

 

Der Rhythmus ist in 2/4-Takten aufgebaut. Auf den ersten Schlag macht man zwei Schritte, die jeweils eine halbe Zählzeit andauern (schnell), auf der zweiten nur einen Schritt (langsam). Diesen langsamen Schritt macht man auf einer halben Zählzeit, auf der zweiten Hälfte macht man keinen Schritt, bewegt allerdings noch das Becken, so dass die Hüfte des Beines hervor-gehoben wird, das den letzten Schritt gemacht hat.

 

Der authentische kubanische Rumba ist kein Salon-Tanz. Beim Rumba tanzen die Partner ohne sich zu berühren. Aber da die Oberschicht diesen Tanz ablehnte, den sie als obszön ansah entwickelte sich ein neuer Tanz, der auch für die Ballsäle geeignet war: die Anfänge des Danzón. Fortan hatte der Tanz eindeutig europäische Elemente. Gleichzeitig entwickelte sich in den USA eine langsamere Art des Rumba, die sich später auch in Europa durchsetzte. Die Musik ist ein wenig schneller als Bolero (daher auch die Bezeichnung rhythmischer Bolero), der Tanz an sich dem Danzón aber ähnlicher, daher auch die Ähnlichkeit mit den Grundschritten des "Ballsaal-Rumba".

 

Es gibt also zwei Tanzstile im Rumba: Den langsamen Rumba, der langsamer und romantischer ist, als der kubanische Rumba, der schneller und kraftvoller ist. Die Tänzer nehmen die gleiche Position ein, wie in vielen anderen lateinamerikanischen Tänzen, wie Merengue, Chachacha und Mambo auch: Sie stehen sich eng gegenüber und halten die Arme im südamerikanischen Stil, auch der Hüftschwung darf nicht fehlen.

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